Der Münchner Designer Patrick Mohr (29) gilt noch als Sonderling in seiner Branche. Letzten Sommer lies er auf der „Fashion Week“ Obdachlose über den Laufsteg flanieren. Als Grund nannte er, dass er hofft, dass sich für diese durch den Auftritt etwas verändern würde.
Auf der Fashion Week in Berlin stellte er „Enfant Terrible“ – seine neueste Kollektion vor. Ob die Models Männer oder Frauen waren, lässt sich schwer sagen. Die Models fielen besonders mit ihren grellen Perücken, den aus Würfelzucker geformten Hasenzähnen und künstlichen Brüsten und Alien-Make-Up auf. Seine Kreationen waren aus transparentem Plastik und orangefarbene Klebestreifen auf den prallen Brüsten der Models lenkten den Blick auf sich. Eine Unterscheidung nach Geschlechtern war nicht gerade einfach. Gegenüber der Süddeutschen Zeitung offerierte er, dass er nicht nach Geschlechtern trenne.
Er ist bekannt für seine Provokationen und Skandale. Geht es ihm um die nötige PR? Vorstellen kann man es sich. Schließlich zählt er noch zu den Jung-Designern, der sich noch etablieren muss.